Ein Film über die Schweiz, der kein Loblieb auf unser Land anstimmt, sondern uns zeigt, was passieren würde, wenn plötzlich eine unerklärbare und furchteinflössende Wolke sich über die ganze Schweiz ausbreitet. Ihre Herkunft ist ein grosses Rätsel. Experten stellen lediglich fest, dass diese bedrohende Wolke von der Innerschweiz her kontinuierlich wächst und ihre Entladung nur eine Frage der Zeit ist. Noch ist es windstill draussen, doch die Wolke hängt wie ein Damoklesschwert über der Schweiz.

23094

Der Film «Heimatland» nutzt den Zustand der allgemeinen Verunsicherung für eine aktuelle Bestandsaufnahme der Schweiz: Zehn junge Autorenfilmer/innen aus der West- und Deutschschweiz beleuchten Menschen, Mentalitäten und Milieus unseres Landes und verweben diese persönlichen Episoden zu einer grossen, gemeinsamen Geschichte. Die Menschen im Land reagieren ganz unterschiedlich auf den drohenden Gewaltssturm: Einige ignorieren ihn, andere verbarrikadieren sich, dritte feiern den Weltuntergang. Doch der Sturm hat etwas Verbindendes: Er legt die wahren Bedürfnisse, Ängste und Hoffnungen frei und enthüllt Schritt für Schritt die Folgen von politischer und gesellschaftlicher Isolation.

Obwohl zehn Autor/innen je eine Geschichte in diesem Film erzählen, läuft die Handlung logisch und konsequent auf das Finale zu. Es wird kein freundliches Bild des Zustandes unserer Heimat gezeigt. Dieser Film ist ein wichtiger Beitrag, um unter anderem differenzierter über die Flüchtlingskatastrophe nachzudenken.

Foto: Szene aus dem Film «Heimatland»